Angebote und Termine


Meditationsabende
(20.06.2018 - 09.01.2019)

MBSR-Sommerkurs
(13.07.2018 - 14.09.2018)

Achtsamkeitstag im Sommer
(am 26.08.2018)

Führungskräfte-WS (Vertiefung)
(27.08.2018 - 29.08.2018)

Mitgefühl (8 Wochenkurs)
(13.09.2018 - 06.12.2018)

Achtsamkeitstag im Herbst
(am 18.11.2018)

Führungskräfte-WS (Einführung)
(26.11.2018 - 28.11.2018)

 

 


Achtsamkeit

Es gibt verschiedene Definitionen von Achtsamkeit. Jon Kabat-Zinn, der Begründer des MBSR, definiert sie u.a. als die Bewusstheit, die entsteht, in dem wir im gegenwärtigen Moment absichtlich und ohne zu urteilen aufmerksam sind. 

Das Üben von Achtsamkeit hilft uns, durch die entstehende Bewusstheit mit den Herausforderungen des alltäglichen Lebens anders und gelassener umzugehen.

Eine weitere schöne und knappe Definition lautet „Mit allen Sinnen wach sein“ (Maren Schneider). Das heißt auch, voll und ganz bei etwas zu sein und dabei bleiben zu können.

„Achte auf Deine Schritte“ in diesem Satz aus einer Zen-Geschichte verbirgt sich für mich (fast) alles, was  Achtsamkeit bedeutet. Auf meine Schritte achten, heißt u.a. bewusst gehen. Ich gehe bewusst die Straße entlang, in die Büroküche, zum nächsten Termin und ich gehe bewusst durch mein Leben.

Dabei achte ich darauf, was in jedem Augenblick geschieht. Ich nehme wahr, was ist, was passiert. Was sehe ich, was höre ich, was kann ich riechen und schmecken, was spüre ich körperlich. Welche  Gefühle, welche  Gedanken sind anwesend? „Was passiert gerade“ bezieht sich damit nicht nur auf das Außen, sondern was passiert gerade in mir! Spüre ich gerade Ärger? Fühle ich gerade Stress? Ist Freude da?“

Und die „Schritte“ beschreiben das, was ich tue. Ich kann aus dem, was gerade passiert, handeln. Ich sollte es sogar, wenn ich es denn bewusst wahrnehme. Denn neben der Aufforderung steckt in dem „Achte“ auch eine Vorsicht und zwar nicht im Sinne von Angst, sondern eher von Behutsamkeit. Aus dem, was IST handeln, heißt Zeit zu geben für meine Reaktionen. Den Impuls zu handeln, wahrnehmen, den Impuls für den nächsten Schritt und diesen dann bewusst machen.

In dem „Achte“ steckt auch noch die Beschreibung einer Möglichkeit oder Fähigkeit. Ich kann achtsam sein, wenn ich will, ich kann es lernen oder wiederentdecken – als Kind war ich oder waren wir wahrscheinlich sehr achtsam – und ich kann es üben und jeden Schritt neu erfahren.

Lernen und üben bedeutet auch, ich werde nicht immer achtsam sein (können). Welche Erleichterung! Und deshalb ist es es wert, sich darin regelmäßig zu üben und jeden Tag etwas mehr Achtsamkeit einzuladen.

Für ein bewussteres Leben und Arbeiten, für einen anderen, besseren Umgang mit den Herausforderungen des Alltags, für mich und alle mit denen ich zu tun habe.

Oliver Hug